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Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen
Am 18.11.2024 hissten Vertreter*innen von Bezirksverordnetenversammlung und Bezirksamt sowie von Vereinen und Initiativen die Flagge des Tages gegen Gewalt an Frauen und eröffneten die Lichtenberger Aktionswoche. In ihrer Rede rief Monika Maas, Leiterin unseres Frauentreffs und Mitglied des Lichtenberger Frauenbeirats, zur Teilnahme an der Demo am 25. November, 16 Uhr, vor dem Abgeordnetenhaus auf und sagte:
„Alle vier Minuten wird eine Frau Opfer von Gewalt. Jede dritte Frau wird in ihrem Leben Gewalt erfahren. Um das zu veranschaulichen, haben wir diese orangenen Bänder mitgebracht. Wir hören diese Zahlen jedes Jahr um diese Zeit aufs Neue und sie werden tendenziell steigen. Schauen Sie sich um und überlegen Sie selbst, fast jeder kennt eine Person im eigenen Umfeld, die von Gewalt betroffen ist oder war. Und falls Sie niemanden kennen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass trotzdem eine Person in Ihrem Umfeld betroffen ist und Sie es nur nicht wissen. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, ja unsere Pflicht, dieses Schweigen zu brechen. Sie alle, die heute hier stehen, können einen Teil dazu beitragen, dass diese Gewalt beendet wird. Sprechen Sie über das Thema, tauschen Sie sich aus, bieten Sie Hilfe an!
Es ist gerade schwer, noch schwerer als sonst, eine Frau zu sein.
Wir leben in einem Land, das sich damit brüstet, progressiv, modern und vor allem sicher zu sein. Wir blicken mit Argwohn in Länder, in denen Frauen verboten wird, sich zu kleiden, wie sie wollen, oder auf der Straße miteinander zu sprechen. Und doch wird auch hier, in Deutschland, alle 48 Stunden, eine Frau von einem Mann getötet, nur, weil sie eine Frau ist.
Letztes Jahr war es noch jeden dritten Tag – was viel ist – dieses Jahr hat sich die Zahl erneut erhöht. Und wir fragen uns: wo bleibt der Aufschrei? Wo bleiben die Proteste? Wieso wird nicht über Femizide berichtet? In der Türkei, in der im Oktober drei junge Frauen in einer Woche von Männern getötet wurden, gehen Menschen – vor allem Frauen – tagelang auf die Straße und fordern Veränderung, fordern mehr Schutz. In Deutschland wird nicht berichtet, nicht getrauert, es wird sich nicht empört. Es wird meist zuerst gefragt, wo der Täter denn herkommt. Als sei Gewalt gegen Frauen ein importiertes Problem. Als gäbe es keine deutschen, keine weißen Männer, die ihre Frauen kontrollieren, schlagen und töten.
Es ist gerade noch schwerer, eine Frau zu sein. Wir leben in einer Welt, in der ein Mann, der sich zu sexualisierten Übergriffen bekennt, zum Präsidenten der USA wiedergewählt wurde. Obwohl sich noch kurz vor der Wahl mehrere Frauen melden, die berichten, von ihm sexuell belästigt und sogar vergewaltigt worden zu sein. Ein Mann gewinnt die Präsidentschaftswahl, der das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung beschneidet und Frauen, die keinen Zugang zu legaler Abtreibung haben, in den Tod treibt.
Zu Zeiten der Globalisierung beeinflussen solche politischen Ereignisse die Lage auch bei uns. Auch in Europa sind rechte Ideologien und toxische Männlichkeit wieder auf dem Vormarsch. Traditionelle Rollenbilder von binären Geschlechtern werden wieder hochgehalten. Wir haben oft den Eindruck, gegen Windmühlen zu kämpfen, es scheint so als wäre wahrhaftige Gleichstellung vielleicht einfach nicht erwünscht. Wenn dem so wäre, würde die Istanbul-Konvention konsequent durchgesetzt werden, gäbe es Gesetze, die Frauen bei Stalking und Bedrohung wirklich schützen würden und würde sich die Regierung mehr für Gendermainstreaming, gleiche Bezahlung und kostenlose und verfügbare Kinderbetreuung einsetzen. Wir fordern all diese Dinge schon so lange und was ist bisher passiert? In 2024 sind bereit 29 Frauen in Berlin getötet worden. 85 sind es in Gesamtdeutschland – bis jetzt. Wie viele von ihnen haben ihren Mörder zuvor bei der Polizei gemeldet? Wie viele wollten ihren gewalttätigen Partner verlassen und haben keine Hilfe bekommen? Wie viele wollten sich trennen und haben keinen schnellen und einfachen Schutzraum für sich und ihre Kinder erhalten?
Wir sind müde, immer dieselben Forderungen zu stellen, Forderungen, die mit Beschluss der Istanbul-Konvention schon bereits ab 2018 hätten implementiert werden können und müssen.
Es ist schwer, eine Frau zu sein, zu arbeiten, eventuell die Familie zu versorgen, Care-Arbeit zu leisten, 80 % des Haushalts zu erledigen und sich dann auch noch nebenbei für die eigenen Rechte stark zu machen. Wir fragen daher auch: wo sind die Männer? Die Männer, die behaupten, Feministen zu sein? Die laut rufen #notallmen, wenn wieder ein geliebter Celebrity, von dem man es niemals erwartet hätte, mit den schlimmsten Vorwürfen der häuslichen und sexualisierten Gewalt auf der Anklagebank sitzt? Ist es wirklich im Interesse aller, dass sich etwas ändert? Das ist momentan schwer zu glauben. Und nicht nur die machtverkorksten Industriegrößen, denen man noch Realitätsverlust und Größenwahn vorwerfen könnte, lassen uns verzweifeln: Der Fall Gisèle Pelicot in Frankreich macht sichtbar, wer diese Männer sind, die sich an wehrlosen Frauen vergreifen, ihr Verhalten relativieren und meinen, solange der Ehemann zustimmt, sei es Zustimmung genug. Krankenpfleger, Müllmänner, Feuerwehrleute, ganz normale Männer aus der Mitte der Gesellschaft vergreifen sich – wiederholt – an einer bewusstlosen Frau. Ein Mann lässt sich davon inspirieren und beginnt dasselbe mit seiner eigenen Ehefrau zu tun. Aber Sexismus wird kaum thematisiert, es gibt keine Unterrichtsfächer in Kitas und Schulen, die Consent – aktive Einwilligung – erklären, es gibt die sogenannte Cancel-Culture nicht, denn ein Mann, der bei laufendem Tonbandgerät damit angibt, schönen Frauen aufgrund seines Status´ zwischen die Beine greifen zu können, ist wiederholt zum Präsidenten gewählt worden. Zum mächtigsten Mann der Welt. Dem haben wir nichts entgegenzusetzen außer bitterer Fassungslosigkeit und der Hoffnung, dass mehr Männer hierzulande sich uns anschließen und beginnen, unser Leid zu sehen, ernst zu nehmen und diese Gewalt gegen Frauen und Mädchen ein für alle Mal zu bekämpfen – mit den dafür angemessenen und bewährten Mitteln: Bildung, Geld und moralische Unterstützung.
Wir werden nicht aufgeben, unsere Forderungen immer wieder zu stellen. Wir sehen, was passiert, wenn wir zusammenhalten. Wie plötzlich die Scham die Seite wechselt, wenn Dinge sichtbar gemacht werden. Denn die Scham muss immer auf der Seite der Täter sein, um es mit Gisele Pelicots Worten zu sagen. Wir glauben und hoffen weiterhin an ein Lichtenberg, an ein Berlin, an eine Welt ohne Gewalt. Als Frauenbeirat Lichtenberg setzen wir uns weiter dafür ein, dass Lichtenberg ein noch lebenswerterer, sicherer und vor allem ein gewaltfreier Ort für Frauen wird.“
Berlin, November 2024

Über die Geschichte stolpern? Wider das Vergessen
Auf Initiative des FAN-Beirats und der Lichtenberger Gruppe des VVN/BdA, unterstützt durch unser SOZIALWERK des dfb und die Fach- und Netzwerkstelle Licht-Blicke, fand am 9. November das traditionelle Stolpersteingedenken statt. Außergewöhnlich viele Lichtenberger*innen, darunter viele Kinder, nahmen daran teil. Mit bewegenden Worten, Kerzen, Rosen und Akkordeon-Musik wurde an jüdische Mitbürger*innen erinnert, die ihren letzten Wohnsitz vor ihrer Verschleppung und Ermordung durch die Nazis in der Rüdigerstraße, der Hagenstraße, Fanninger Straße oder Siegfriedstraße hatten.
Zum Ausklang trafen sich alle im UNDINE-Garten an der Feuerschale zum Gedankenaustausch bei heißem Punsch und Snacks. Wir waren uns einig: Nie wieder ist jetzt! Das Eintreten gegen jede Form von Antisemitismus und für Frieden ist unsere aktuelle Aufgabe.
Ein herzlicher Dank gilt den Vereinsmitgliedern, die sich an der Aktion beteiligten, allen voran der Mitorganisatorin Birgit Maring, sowie Roberto Stahl und Annett Morgenstern, die als Mitarbeitende des Vereins für die Organisation und Begleitung im UNDINE-Garten mitwirkten.
Beide Preisträger*innen zeigen mit ihrem Engagement, wie wichtig Solidarität und Sichtbarkeit der migrantischen und queeren Community auch in Lichtenberg sind. Sie arbeiteten erfolgreich z. B. bei Kiezfesten – wie dem „Fest für alle“ auf dem Freiaplatz – zusammen. Mit Überraschung, Freude und einem herzlichen Dankeschön reagierten wir darauf, dass Emil Gililov sein Preisgeld sofort dem Kieztreff UNDINE gespendet hat.
Berlin, November 2024

Lichtenberger Queer-Preis 2024 für Morgan Woinzeck
Vorstand, Verein und alle Mitarbeiter*innen gratulieren Morgan Woinzeck herzlich zur Verleihung des Lichtenberger Queer-Preises.
Morgan Woinzecks Engagement als Leitung des Kieztreffs Undine ist es zu verdanken, dass es inzwischen eine Vielzahl von Angeboten gibt, die die queere Community in Lichtenberg bereichern. Dazu zählen unter anderem Vernetzungstreffen für ein trans*freundliches Lichtenberg, der Berliner Stammtisch für Eltern und Angehörige von Trans*Kindern sowie Workshops, der Trauermarsch zum Day of Remembrance 2023 und in diesem Jahr die TIN*-Pride.
Der Integrationspreis und den Queer-Preis wurden erstmals in einer gemeinsamen Veranstaltung überreicht. Den Integrationspreis erhielten Emil Gililov und sein Team des Lokals „Morgen wird besser“.
Beide Preisträger*innen zeigen mit ihrem Engagement, wie wichtig Solidarität und Sichtbarkeit der migrantischen und queeren Community auch in Lichtenberg sind. Sie arbeiteten erfolgreich z. B. bei Kiezfesten – wie dem „Fest für alle“ auf dem Freiaplatz – zusammen. Mit Überraschung, Freude und einem herzlichen Dankeschön reagierten wir darauf, dass Emil Gililov sein Preisgeld sofort dem Kieztreff UNDINE gespendet hat.
Berlin, Oktober 2024

FEST FÜR ALLE
Das „Fest für alle“ auf dem Freiaplatz lockte viele Nachbar:innen an – vor allem Familien mit Kindern. Bei strahlendem Sonnenschein unterbreiteten verschiedene Projekte und Initiativen aus Alt-Lichtenberg ihre Angebote.
Monika Maas vom Frauentreff UNDINE, Morgan Woinzeck vom Kieztreff und Roberto Stahl mit der „Küfa“ (Küche für alle) haben maßgeblich an der Organisation des rundum gelungenen Festes mitgewirkt.
Berlin, Juli 2024

25 Jahre kids-OASE – unser Vereinshöhepunkt im Jahr 2024
Der Kinderclub „kids-OASE“ feierte am 14.06.2024 sein 25-jähriges Bestehen. Einen bedeutenden Anteil an dieser Erfolgsgeschichte hat Andreas Börner, der nun die Einrichtung seit 15 Jahren leitet. Unter seiner Verantwortung hat die kids-OASE im Jahr 2015 den Umzug in die Jugendfreizeiteinrichtung HolzHaus (Gotlindestr. 38) vollzogen und sich dort bei seinen jungen Besucher*innen fest etabliert.
Es entstand eine sommerliche Geburtstagsparty in enger Kooperation mit dem magda Caritas Jugendzentrum im HolzHaus, die gleichzeitig unser Vereinshöhepunkt in diesem Jahr ist. Das Kinder- und Familienfest, zu dem auch unsere Vereinsmitglieder und die Nachbarschaft im Kiez eingeladen waren, wurde durch das Bezirksamt Lichtenberg und durch Spenden finanziell unterstützt. Es gab ein buntes Programm für kleine wie große Gäste und leckere Verköstigung.
Allerlei Aktivitäten zum Mitmachen sorgten für Spaß und Abwechslung bei den Kindern. Es gab eine Hüpfburg, eine Kunstkoffer-Aktion und Kinderschminken. Viele unserer Partnerorganisationen aus der Umgebung, wie zum Beispiel das Steinhaus der Caritas mit einem Stencil-Angebot oder die Feuerwehr mit ihren Möglichkeiten, waren dabei. Der Verein für aktive Vielfalt e.V. half tatkräftig bei der Ausgestaltung und Organisation der Angebote an diesem besonderen Tag und schickte uns sein Hohenschönhausen-Mobil, das zusätzlich die Möglichkeit bat, sich an Jonglage zu erproben.
Die Kinder der kids-OASE selbst haben natürlich auch mitgefeiert und den Party-Gästen etwas von ihrem Wirken in der Einrichtung präsentiert, in Form einer kleinen Ausstellung von künstlerischen Dingen, die hier im täglichen Betrieb entstanden sind.
Das UNDINE-Bistro feuerte den Grill an und servierte in der Hagenstraße gebackenen Blechkuchen. Auch alkoholfreie Cocktails und Zuckerwatte wurden serviert.
Zwei Live-Bands spielten zum frühen Abend und brachten die Gäste in Bewegung.
Es war ein tolles Fest – Danke an alle, die dabei waren!
Berlin, Juni 2024

Vortrag und Gespräch: Bedrohen Rechtspopulismus und Antifeminismus die europäische Gleichstellungpolitik?
Am 4. Juni 2024 fand ein Vortrag und Gespräch mit Brigitte Triems über Rechtspopulismus und Antifeminismus als Bedrohung von Gleichstellungspolitik auf nationaler und europäischer Ebene statt.
Brigitte Triems, von 2008 bis 2012 Präsidentin der Europäischen Frauenlobby und Mitglied im Beirat des Europäischen Instituts für Gleichstellungsfragen (EIGE, englisch European Institute for Gender Equality), ist Mitglied im Vorstand des SOZIALWERKes. Sie hat in Vorbereitung auf eine bundesweite Vortragsreihe gründlich recherchiert zur Entwicklung rechtspopulistischer und rechtsextremer Parteien in Europa. Sie arbeitete dabei heraus, dass sich die Rahmenbedingungen seit 2019 komplett geändert haben, zunehmend komplexer wurden und sich besonders auf Frauen auswirkten. Stichworte waren Pandemie, Kriege, Klimakrise, Inflation, Flüchtlingspolitik. Das europaweite Erstarken rechtsextremer Kräfte ist kein Randproblem mehr, sondern sexistische, rassistische, völkisch-nationalistische, antifeministische Positionen wirken weit in die Mitte der Gesellschaften hinein. An zahlreichen Beispielen wurde das im Vortrag belegt und natürlich richtete sie den Blick auch auf die AfD.
Beim Vergleich rechtspopulistischer Parteien in den Ländern der EU springen einige Gemeinsamkeiten ins Auge: Sie sind stark männerdominiert, haben einen rassistischen Familienbegriff, der der Emanzipation der Frauen traditionelle Familienwerte entgegensetzt und Förderung nur für „einheimische“ Familien will. Weitere Merkmale sind die Ablehnung der Geschlechterforschung, die Denunziation von Gleichstellungspolitik als Genderwahn und der Angriff auf die reproduktiven und sexuellen Rechte der Frauen.
Vielen Dank an die Besucher:innen und den gemeinsamen Austausch zum Thema.
Berlin, Juni 2024


ÜPFI übergibt Gemälde von Elke Herer an den Frauentreff Alt-Lichtenberg
Bei einer feierlichen Veranstaltung im Frauentreff Alt-Lichtenberg übergab Elke Herer mehrere von ihr gemalte Frauenportraits an den Frauentreff. Sie bilden nun eine dauerhafte Ausstellung im Flur des Erdgeschosses in der UNDINE. Die Leiterin des Frauentreffs, Monika Maas, nutzte die Gelegenheit, um der Überparteilichen Fraueninitiative Berlin – Stadt der Frauen e. V. (ÜPFI) für ihr kontinuierliches Engagement und die Unterstützung zu danken. Einige Gäste berichteten über die langjährige erfolgreiche Arbeit der Fraueninitiative und betonten dabei insbesondere das Engagement von Elke Herer, die zu den Mitbegründerinnen der ÜPFI zählt.
Die Portraits, die unterschiedliche europäische Frauen darstellen, sollen die Bedeutung von Diversität hervorheben. Dies spiegelt sich auch im Titel der Ausstellung „Für Vielfalt“ wider, der die zentrale Botschaft der Ausstellung unterstreicht. Nach der offiziellen Übergabe wurden die Bilder gemeinsam gehängt. Diese Ausstellung würdigt nicht nur die porträtierten Frauen, sondern dient auch als tägliche Inspiration für die Besucher*innen des Frauentreffs.
Berlin, Mai 2024

Generationen im Dialog – Feminismus im Wandel der Zeit
Organisiert vom Frauentreff Alt-Lichtenberg und Kieztreff UNDINE im Rahmen der Lichtenberger Frauenwoche 2024 trafen sich Frauen verschiedener Altersgruppen zu einer Diskussionsrunde. Sie war ein voller Erfolg und für alle Teilnehmenden ein inspirierender Vormittag. Sie erkundeten gemeinsam, wie Feminismus im täglichen Leben praktiziert werden kann. Die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe der Teilnehmerinnen trugen zu einem lebendigen Austausch bei.
Ein zentraler Diskussionspunkt waren die Unterschiede in der Sozialisation zwischen ost- und westdeutschen Frauen sowie später Geborenen und wie diese die feministischen Perspektiven und Praktiken beeinflussen.
Intensiv wurde darüber gesprochen, ob und wenn ja, welche antifeministischen Glaubenssätze aktiv abgelegt werden müssen. Viele der Anwesenden teilten persönliche Erfahrungen und Erkenntnisse darüber, wie tief verwurzelte Stereotypen und Erwartungen ihr Denken und Handeln früher beeinflusst haben und wie der Prozess des Umdenkens stattfand.
Es war ein anregender Vormittag, der die Teilnehmenden motivierte, sich weiterhin für Geschlechtergleichheit und Frauenrechte und gegen antifeministische Stereotype und Meinungen im Alltag einzusetzen.
Berlin, März 2024

Gabriela Else mit der Bürger:innenmedaille 2023 des Bezirks Lichtenberg geehrt
Gabriela Else, seit vielen Jahren im Verein in hohem Maße ehrenamtlich tätig, wurde für ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement auf einer festlichen Veranstaltung des Bezirksamts im Kulturhaus Karlshorst die Bürger:innenmedaille verliehen. Gabriela Else lebt seit nunmehr neun Jahren im Wohnprojekt UNDINE, kümmert sich liebevoll und ausdauernd um den UNDINE-Garten, leistet freiwillige Arbeit in der Hausverwaltung, ist engagiert im „Netzwerk der Wärme“, bringt ihr Hobby Stricken in eine Kreativgruppe ein und ist immer zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wird. Wir gratulieren herzlich.

Das Projekt LGBTQIA* Vernetzung Lichtenberg wird im Rahmen von Freiwilliges Engagement In Nachbarschaften (FEIN) als Pilotprojekt durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen gefördert.
„Was mich zum Thema trans* bewegt – Abendworkshop für Angehörige und Freund*innen von trans* Menschen
Hast Du Fragen zum Thema trans*? Aber weisst vielleicht gar nicht recht, was das heißt? Eine Freundin oder ein Verwandter hat sich als trans* bei Dir geoutet? Oder Du willst einfach so mehr dazu herausfinden? Dann ist diese Veranstaltung genau das richtige für Dich!
Gemeinsam sammeln wir Fragen und Ideen, die wir zum Thema haben. Wir schauen auch mal darauf, wann uns das Thema „Geschlecht“ im Alltag allgemein berührt. Und finden gemeinsam heraus, wie wir mit eigener Verunsicherung, Fragen und Bedenken gut umgehen können.
Der Workshop beinhaltet verschiedene Methoden. Neben Informationsinput gibt es auch weniger „kopflastige“ Methoden.
Der Workshop wird von Jespa durchgeführt. Jespa arbeitet seit mehr als 10 Jahren im Bereich Queere Bildung und begleitet neben trans* und nicht-binären Menschen auch Angehörige und Fachkräfte auf verschiedene Weisen in diesen Prozessen. Der Ansatz, mit dem Jespa arbeitet, setzt darauf, dass wir alle genau so richtig sind, wie wir sind – und alle lernen können, uns gegenseitig besser darin zu unterstützen, wir selbst zu sein.
Berlin, im Januar 2023

Stolperstein für Frieda Rosenthal. Fotorechte: Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin, Licht-Blicke
Wider das Vergessen: Stolperstein–Gedenken in Alt–Lichtenberg
Am Mittwoch, den 09. November 2022, um 17 Uhr (Treffpunkt: Alfredstraße 2, 10365 Berlin), erinnern wir wieder mahnend mit einem Rundgang zu den Stolpersteinen in unserer Nachbarschaft an die Ereignisse der Reichspogromnacht 1938. Wir gedenken der Opfer des Nationalsozialismus durch das Verlesen der Kurzbiografien und dem Entzünden einer Kerze. Ab ca. 18.30 Uhr findet in angemessenem Rahmen der Ausklang im UNDINE-Garten des SOZIALWERKES des dfb, in der Hagenstr. 57, statt.
Die Veranstaltung ist eine Gemeinschaftsaktion von FAN-Beirat, SOZIALWERK des dfb (Dachverband) e.V., Licht-Blicke/Stolpersteininitiative Lichtenberg und VVN/BdA Lichtenberg. Bei Fragen zur Veranstaltung wenden Sie sich bitte an den Frauentreff Alt-Lichtenberg 030/577 994-10 oder frauentreff.alt-lichtenberg(at)sozialwerk-dfb-berlin.de.
Berlin, im Oktober 2022

Unser Verein hat einen neuen Vorstand
Die Mitgliederversammlung unseres Vereins wählte am Samstag, den 3. September 2022, einen neuen Vorstand. Annegret Gabelin, Brigitte Grahl, Laura-Marie Link, Christian Otto und Brigitte Triems werden für die nächsten zwei Jahre das SOZIALWERK des Demokratischen Frauenbundes (Dachverband) e.V. repräsentieren und die Arbeit in den Einrichtungen und Projekten gemeinsam mit den Mitgliedern, Beschäftigten, ehrenamtlich Tätigen und der Geschäftsführerin im Sinne der Satzung gestalten.
Auf der konstituierenden Sitzung des Vorstands im Anschluss an die Vorstandssitzung wurde die Geschäftsführerin Anett Vietzke in den Vorstand kooptiert.
Berlin, im September 2022

Wie unterstützt Lichtenberg Flüchtende und Migrant*innen? – Ein Workshop über uns und unsere Hilfsbereitschaft!
Der Kieztreff lädt ein, um über unser Engagement in der Geflüchtetenhilfe authentisch und fachlich ins Gespräch zu kommen. Unser Ziel wird sein, Ideen zu sammeln, wie wir in der Stadtteilarbeit mit gemeinsamen Werten unsere Hilfsbereitschaft für alle Betroffenen gerecht gestalten können. Durch Reflexion in einer moderierten, entspannten Atmosphäre fragen wir uns: Was bewegt uns? Was lernen wir? Wer sind wir? Dabei sind Meinungsgleichheiten und Meinungsverschiedenheiten willkommen, denn wir wollen herausarbeiten, wie wir als Kiezakteur*innen unserer gesellschaftlichen Verantwortung gemeinsam und konstruktiv nachkommen können.
Berlin, im Juli 2022


Viele schaffen mehr – die Luftfilter für den Kinderclub kids-OASE sind gekauft
Wir haben es geschafft! Dank zahlreicher Spender*innen und der Berliner Volksbank konnten wir durch ein Co-Funding die Finanzierung von drei Luftfiltern für den Kinderclub kids-OASE sichern. So sind die Räume der Kinderfreizeiteinrichtung auch für die kühlere Jahreszeit bestens ausgestattet. Die Freude bei den Kindern und den Betreuer*innen ist groß, denn mit den Luftreinigern schaffen wir wieder ein Stück mehr Sicherheit für den Aufenthalt der Kinder während der leider immer noch andauernden Pandemie. Ohne dieses Projekt und Ihre großzügige Unterstützung wäre uns das nicht gelungen.
Alle Unterstützer*innen erhalten wie versprochen eine Spendenbescheinigung vom Verein. Wir bedanken uns herzlich bei allen Unterstützer*innen und bei der Berliner Volksbank für die tolle Idee.
Berlin, im Juni 2022


Nachbarschaftlicher Flohmarkt für Baby- und Kinderbekleidung
Der Kieztreff UNDINE und der Frauentreff Alt-Lichtenberg veranstalten in diesem Jahr endlich wieder einen nachbarschaftlichen Flohmarkt für Baby- und Kinderbekleidung. Alle sind willkommen, ob zum Tauschen, Kaufen, Verkaufen und auch Verschenken.
Wir laden herzlich am Samstag, den 21. Mai 2022, von 10 bis 14 Uhr, in unseren Garten, Hagenstr. 47, 10365 Berlin, Nähe S/UBhf Lichtenberg ein. Wir stellen kostenfrei einen Verkaufstisch und Stühle zur Verfügung und bauen Zelte auf. Über einen Kuchen für das gemeinsame Buffett und eine kleine Spende freuen wir uns sehr. Kinder können im Garten spielen.
Berlin, im Mai 2022

„PROBLEMZONE OSTMANN? Lebenserfahrungen in zwei Systemen“ Lesung mit Ellen Händler und Uta Mitsching-Viertel
Auf vielfachen Wunsch der Leser*innen haben die Autorinnen von „Unerhörte Ostfrauen: Lebensspuren in zwei Systemen“ im den letzten Jahren 39 Ostmänner zu ihren Lebenserfahrungen befragt.
Matthias Platzeck schrieb in seinem Geleitwort:
„Für viele westdeutsche Landsleute ist der Blick auf den Osten bis heute davon bestimmt, oder besser getrübt, dass oft relativ eintönige und einheitliche Biografien erwartet werden. Was soll es im Osten schon Spannendes gegeben haben? Welch ein Irrtum! Ich finde ich es immer wieder interessant, wie viel Bestimmtheit für gelebtes Leben doch in den jeweiligen Ausgangssituationen und daraus resultierenden Motivationen enthalten ist. Immer wieder schimmert aus den Schilderungen sehr deutlich, dass die DDR eine Arbeitsgesellschaft war – vieles, auch im privaten Leben, rankte sich um den Betrieb, die Brigade. Das Buch macht nochmal sehr deutlich, dass wir einem Irrtum unterliegen, wenn wir denken, dass 1989/90 eine neue Zeitrechnung bei null für alle begonnen hat. Es war eine politische und gesellschaftliche Zäsur, aber die Lebensläufe, die Biografien schrieben sich fort. Was nach diesem Einschnitt passierte, hing oft eng mit den Jahrzehnten davor zusammen – im Guten wie im Schlechten.“
Berlin, im Mai 2022
Lebendiger Adventskalender – Wir backen vegane Lebkuchen und flechten Weihnachtsglocken!
Eigentlich wollten wir im Kieztreff UNDINE mit Hjordette leckere Lebkuchen backen und Weihnachtsglocken flechten. Doch die Pandemie hat uns einen Strich durch die Planung gemacht. Aber Lebenskünstler*innen wie Hjördis lassen sich davon nicht entmutigen. So hat sie uns diese tollen Videos gemacht, die zeigen wie man beides leicht selbst machen kann.
Frisch ausgerollt und mit einer großen Auswahl klassischer und heutiger Ausstechformen oder im freestile gestaltet, backt sie uns hier leckere, kleine Lebkuchen zum Verschenken oder natürlich zum selber Essen. Sie hat ein veganes Rezept ausgewählt und ausprobiert und natürlich kann mit allerlei Glasuren und Streusel dekoriert werden.
Außerdem lernen wir von Hjordette, wie man Glocken flechtet, die nicht nur zur Weihnachtszeit eure Wohnung schmücken können. Dazu verwendet sie das Naturmaterial Peddigrohr. Wer mag, kann die selbstgemachten Glocken dann noch mit farbigem Schmuckband verschönern. Geeignet ist dieses Angebot für Kinder ab 6 Jahren und für Erwachsene jeden Alters.
Das gesamte Programm des „Lebendigen Adventskalenders“ gibt es hier.
Berlin, im Dezember 2021
Gartenfest mit vielen Überraschungen – Es war schön mit euch!
Mit dem Gartenfest in der UNDINE am 3. September 2021 endete offiziell die lange Zeit der Entbehrung größerer kultureller Veranstaltungen unseres Vereins. Bei perfektem Spätsommerwetter begann um 14 Uhr der musikalische Nachmittag. Während sich rund 60 angemeldete Gäste bei Kaffee und Kuchen an den Tischen versammelten, begrüßten Anett Vietzke (Geschäftsführerin) und Annegret Gabelin (Mitglied des geschäftsführenden Vorstands) das Publikum. Sie gaben einen Rückblick auf die Arbeit im Verein und in seinen Einrichtungen während der Pandemie. Damit verbunden war ein großer Dank an alle, die mit ihrem Wirken dafür sorgten, dass Menschen, auch während der besonderen Bedingungen der vergangenen Monate, nicht auf die Unterstützung des SOZIALWERKs verzichten mussten.
Die Anwesenden, darunter der Bezirksbürgermeister und weitere Politiker*innen sowie die Vertreter*innen diverser Partner des SOZIALWERKs empfingen das klare Signal unseres Vereins: Wir sind weiterhin motiviert, unsere Arbeit für das Gemeinwesen fortzusetzten und wir bereiten uns auf neue Herausforderungen vor. Dass sie daran keinen Zweifel hegt, machte Gesine Lötzsch, MdB, mit der symbolischen Übergabe eines Spenden-Schecks des Fraktionsvereins der LINKEN im Bundestag deutlich.
Dann war es endlich so weit, die UNDINE-Schirmherrin Dagmar Frederic betrat die Bühne und zauberte mit ihrer Liveperformance ein freudiges Lächeln in die Gesichter der Gäste. Für eine gute halbe Stunde standen die Kaffeetassen still, weil das Publikum den neuen Songs
aufmerksam lauschte bzw. die bekannten Stücke mitsang. Mit frechen Moderationen leitete die Entertainerin durch ihr Programm. Sie genoss es selbst sichtlich, dass öffentliche Auftritte endlich wieder möglich sind und blickt schon freudig ihren mehrwöchigen Auftritten im
Theaterstück „Lustgarantie“ im Oktober in Dresden entgegen.
Zum späten Nachmittag öffneten sich die Tore für die Nachbarschaft und es gab die Gelegenheit alle Einrichtungen des Vereins besser kennenzulernen. Der interkulturelle Nachbarinnentreff des Frauentreffs Alt-Lichtenberg überzeugte mit kulinarischen Spezialitäten aus Syrien. Der Kieztreff UNDINE präsentierte sein Kochprojekt „Kochen im Kiez“ mit einer alkoholfreien Sommerbowle und einem in ehrenamtlicher Arbeit entstandenen Kochbuch. Außerdem wurde das nachbarschaftliche Filmprojekt „Lichtenfilm“ präsentiert. Interessierte Besucher*innen führte Holger Grimm, der Leiter des Wohnprojektes UNDINE, durch das Haus. Im Garten gab es Angebote für Kids zum Basteln und Schminken und bei Leckereien vom Grill bot sich die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und den schönen Feierabend zu genießen. Auf der Bühne hörte man pop-rockige Klänge der Band unseres Vorstandmitglieds Christian Otto, der als Sänger und Gitarrist für eine gehörige Überraschung sorgte.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Ausstellungseröffnung „Es war einmal“ zur Langen Nacht der Bilder mit Arbeiten von Teilnehmer*innen des Fotoworkshops im Kieztreff UNDINE, angeleitet von der Kulturpädagogin Diana Juneck. Zu sehen ist die Ausstellung in unseren Räumen noch bis zum 7. Dezember.
Berlin, im September 2021

Paritätische Ehrennadel in Gold für Regina Penske
Die Vorstandsvorsitzende des Paritätischen Landeverbandes Berlin e. V., Frau Prof. Barbara John, überreichte am 21. August 2021 auf der Jahresmitgliederversammlung unseres Vereins an Regina Penske die Paritätische Ehrennadel in Gold.
Damit wird das außergewöhnliche, über Jahrzehnte andauernde frauen- und sozialpolitische – und zu großen Teilen ehrenamtliche – Engagement von Regina Penske im SOZIALWERK des dfb (Dachverband) e. V., aber auch im Paritätischen Landesverband Berlin e. V. sowie für die Stadt Berlin gewürdigt.
Regina Penske engagiert sich seit mehr als 30 Jahren für die Interessen von Frauen und sozial Benachteiligten, davon 28 Jahre im von ihr mitgegründeten SOZIALWERK des dfb e. V., und setzte sich in verschiedenen Gremien und Netzwerken weit über den eigenen Verein hinaus für bedarfsgerechte soziale Angebote in Berlin und besonders in Lichtenberg ein.
Der Paritätische Wohlfahrtsverband würdigt Regina Penske auf seiner Website.
Berlin, im August 2021



Wiedereröffnung der Tobe- und Bewegungsecke im Kinderclub kids-OASE
Mit großer Freude nahmen die Kinder der kids-OASE Ende August die durch Spenden des Rotary Clubs Berlin-Unter den Linden neu gestaltete Tobe- und Bewegungsbereich wieder in Besitz. Während der gesamten Pandemie durfte die beliebte und stark frequentierte Ecke aufgrund der Kontakteinschränkungen nicht benutzt werden. Wir nutzten die Zeit, um mit Hilfe einer großzügigen Spende des Rotary Clubs sehr beanspruchte Elemente zu erneuern und den Bereich durch Matten sicherer zu gestalten. Die Lockerungen der Sommermonate machten es möglich, die erneuerte Ecke feierlich zu eröffnen und auch direkt zu erproben.
Bei dieser Gelegenheit wurde eine weitere Spende für die Anschaffung eines neuen leistungsstarken Computers für den Kinderclub überreicht. Der Rechner steht allen Besucher*innen des Kinderclubs für Hausaufgaben und Internet-Recherche zur Verfügung, bietet jedoch auch die Möglichkeit für aufwendigere Grafik-Projekte und Videoschnitt aber auch angeleitetes und begleitetes Spielen.
Für die langjährige Unterstützung unseres Vereins und besonders des Wohnprojekts und der kids-OASE sind wir sehr dankbar und freuen uns, die Freundinnen und Freunde des Rotary Clubs auch weiterhin an unserer Seite zu wissen.
Berlin, im August 2021

Ein neues Fahrzeug für das Wohnprojekt UNDINE
Anfang Juli konnten wir endlich den über 20 Jahre alten Renault Kangoo ersetzen und unseren Dacia Dokker – liebevoll BOLLE genannt – erwerben. Er wurde zu einem sehr großen Teil finanziert aus den Spenden der Karteninhaber*innen für das Benefizkonzert am 7. März 2020, das ein erstes Opfer der Corona-Pandemie war und leider ausfallen musste. Sehr viele Karteninhaber*innen ließen sich die Rückerstattung für die Konzertkarten nicht auszahlen, sondern spendeten das Geld für das neue Fahrzeug. Eine weitere große Spende für das neue Fahrzeug kam vom Rotary Club Berlin–Unter den Linden einem langjährigen Förderer des Wohnprojektes UNDINE und des Kinderclubs kids-OASE. Wir danken allen Spenderinnen und Spendern.
Berlin, im Juli 2021
Wir sind dabei! – Trägererklärung für Demokratie und Respekt
Wir haben die Erklärung Berliner Träger für ein demokratisches und respektvolles Miteinander und gegen rechte Hetze und Verschwörungserzählungen unterzeichnet. Die Erklärung entstand auf Initiative des Zentrums für Demokratie (ZvD). 89 Träger für Soziale Arbeit aus der gesamten Stadt gehören zu den Erstunterzeichner*innen.
Im Jahr 2021 stehen mit der Wahl des Abgeordnetenhauses, der Bezirksverordnetenversammlungen und der Bundestagswahl wichtige Ereignisse bevor. Ihre Ergebnisse werden Einfluss haben auf das respektvolle, demokratische und menschenrechtsorientierte Zusammenleben in Berlin.
Im Wahlkampf werden politische Positionen verstärkt und oft polarisierend ausgetragen. Der Wettstreit der Meinungen und Positionen findet aber nicht im luftleeren Raum statt. Eine demokratische Kultur setzt auch Grenzen. Und zwar da, wo Menschengruppen herabgewürdigt, Geschichte geleugnet, Verbrechen verharmlost oder andere diskriminiert werden.Mit Sorge beobachten wir, dass gerade in Wahlkampfzeiten die Würde und Gleichheit aller immer wieder missachtet wird: Rassistische und diskriminierende Klischees werden bedient, Hetze gegenüber ganzen Bevölkerungsgruppen verbreitet und u.a. das Recht auf Selbstbestimmung der sexuellen Identität oder Lebensweise in Abrede gestellt. Auch sexistische, frauenfeindliche und antifeministische Äußerungen sind alltäglich.
In der Berliner Alternative für Deutschland (AfD) bestimmen Vertreter*innen der extrem rechten Parteiströmung „Der Flügel“ den Kurs aktiv mit, auch wenn dieser offiziell als aufgelöst gilt. Gegen rechte Hetze und Verschwörungserzählungen. Durch rassistische und geschichtsrevisionistische vermeintliche „Tabubrüche“ finden so extrem rechte Positionen ihren Weg in öffentliche Debatten. Die Folge: Menschenverachtende Positionen werden immer offener vertreten – nicht nur von Parteienvertreter*innen.
Diese werden nicht nur von rechten Parteien bedient, aber von ihnen oft als primäre Kommunikationsstrategie und Stimmungsmache genutzt. Dieses Absprechen des Menschseins und des Anspruchs auf Gleichheit (GG Art. 3 (1)) ist mit unserer sozialen Arbeit nicht vereinbar.

Die Gefahr der sozialen Deklassierung als Folge der Coronakrise beschäftigt viele Menschen. Der drohende soziale Abstieg kann ein gefährlicher Nährboden für (antisemitische) Verschwörungserzählungen, (anti-asiatischem) Rassismus und Sozialchauvinismus sein. Nicht zuletzt mit unsere täglichen sozialen/bildungspolitischen Arbeit versuchen wir gesellschaftliche Widersprüche sowie Ausgrenzungsprozesse auszugleichen und zu bearbeiten.Wir wollen mit unserer Arbeit Solidarität sowie eine unteilbare menschliche Würde in breiten Bündnissen leben und aktiv in die Öffentlichkeit tragen. Wir verwehren uns dagegen, dass die Diskussionen um Hygienemaßnahmen und Kontaktbeschränkungen menschverachtend aufgeladen werden.
Die Würde aller Menschen muss, gerade in einer starken demokratischen Debattenkultur, immer geachtet werden und nicht dem Wettstreit der Meinungen oder dem Kampf um Wähler*innenstimmen zum Opfer fallen. Stark sind Positionen dann, wenn sie Menschenrechte nicht in Frage stellen.
Berlin, im April 2021


Feierliche Übergabe an den neuen Vorstand unseres Vereins
Die Übertragung aller Ämter an den im Juni gewählten Vorstand, in Form eines symbolischen Staffelstabs, übergeben von Regina Penske an Annegret Gabelin, konnte im August gefeiert werden. Unter Beachtung aller Auflagen zur Eindämmung des Corona-Virus versammelten sich langjährige Arbeitspartner*innen aus dem Sozialwesen, der Politik und der lokalen Wirtschaft, um diesen bedeutenden Moment mit uns zu teilen. Die Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin, Frau Prof. Dr. Barbara John, eröffnete den Reigen kurzer Grußworte. Sie ließ uns teilhaben an ihren Eindrücken und Erfahrungen aus der langjährigen Zusammenarbeit mit dem Verein und würdigte das 27-jährige Engagement von Regina Penske. Außerdem sprachen u. a. unser Ehrenmitglied Gisela Steineckert, Bezirksbürgermeister Michael Grunst und die frühere Vereinsvorsitzende Dr. Barbara Höll. Peter Müller, Aufsichtsratsvorsitzender der WBG VORWÄRTS eG, überreichte eine großzügige Spende. Auch die neue Geschäftsführerin des Vereins, Anett Vietzke, vielen als Leiterin des Kieztreffs UNDINE bekannt, wurde vorgestellt. In anschließenden Gesprächen mit unseren Gästen brachten viele ihre Dankbarkeit für die gute Zusammenarbeit zum Ausdruck und bekundeten ihre Bereitschaft, mit dem neuen Vorstand und der Geschäftsführerin daran anzuknüpfen. Frisch Gegrilltes, kühle Getränke und funkige Klänge der Band „The Time Keepers“ sorgten für eine angenehme Stimmung.
Berlin, im August 2020


Rotary Club Berlin-Unter den Linden unterstützt das Wohnprojekt UNDINE
Dank einer Spende des Rotary Clubs Berlin-Unter den Linden konnte das Wohnprojekt UNDINE einen neuen Transporter anschaffen. Der Bus ermöglicht die Abholung und den Transport umfangreicher Möbelspenden für von Wohnungslosigkeit und Obdachlosigkeit betroffene Menschen. Seit 2014 engagierte sich der Rotary Club Berlin-Unter den Linden für das Wohnprojekt. In den vergangenen sechs Jahren ist eine intensive Verbindung entstanden, gewachsen durch regelmäßigen Austausch über die Entwicklung des Projektes, Begegnungen bei zahlreichen festlichen Anlässen wie den Benefizkonzerten des SOZIALWERKes des dfb oder durch Besuche im Objekt Hagenstraße 57, zuletzt im Sommer 2020 gemeinsam mit der Schirmherrin Dagmar Frederic. In diesem Zusammenhang entstand auch das Foto und der Kinderclub „kids-OASE“ wurde mit einer Spende bedacht. Wir danken den großzügigen Spender*innen herzlich.
Berlin, im Juni 2020

Corona-Nachbarschaftshilfe in Lichtenberg auch mit uns
Die Corona-Pandemie stellt die Gemeinwesenarbeit im Bezirk Lichtenberg vor große Herausforderungen. Von einem Tag auf den anderen schlossen die Einrichtungen der Nachbarschaftsarbeit im März 2020. Beratungsangebote für Familien, Senior*innen und besonders bedürftige Menschen konnten plötzlich nicht mehr wie gewohnt stattfinden. Interessensgruppen und Workshops mussten neu gedacht werden. Die lokalen Akteur*innen der Stadtteilarbeit in Kooperation mit der OE Sozialraumorientierte Planungskoordination des Bezirksamtes Lichtenberg und der oskar freiwilligenagentur zögerten nicht. Nach einem Workshop am 18. März wurde innerhalb kurzer Zeit eine Datenbank entwickelt und ein Hilfsnetzwerk geplant. Ziel war es hilfsbedürftige und hilfsbereite Nachbar*innen sicher und möglichst barrierefrei miteinander in Kontakt zu bringen. Eine Hotline des Bezirksamtes bot den Zugang für weniger digital affine Bürger*innen. Alle anderen konnten Bedarfe, aber auch Hilfsangebote direkt in die Datenbank eintragen. Die oskar freiwilligenagentur übernahm dann die Vermittlung. Wie viele andere lokale Akteur*innen beteiligte sich der Kieztreff UNDINE an der Entwicklung, unterstützte Öffentlichkeitsarbeit und Werbung und leistete Dienst in der Hotline. So gelang es, ältere, behinderte, an COVID-19 erkrankte oder andere bedürftige Bürger*innen mit dem Notwendigsten zu versorgen – Nahrungsmittel, Masken, Gespräche. Viele Konzepte zur Digitalisierung in der Stadtteilarbeit wurden seit März innerhalb kürzester Zeit Realität. Im Kiezteff UNDINE entwickelten sich, neben der Corona-Nachbarschaftshilfe, der Fotoworkshop mit der Kulturpädagogin und Fotografin Diana Juneck online weiter wie auch zahlreiche Beratungsangebote.
Berlin, im April 2020


Die Freiwilligentage Lichtenberg 2019 – Wir machen mit!
Einen Flohmarkt für Baby- und Kinderbekleidung auf die Beine stellen, nette Nachbar*innen kennenlernen und mehr über die Möglichkeiten für freiwilliges Engagment in den vielfältigen Einrichtungen der Stadtteilarbeit erfahren – die Aktionen des Kieztreffs UNDINE und des Frauentreffs Alt-Lichtenberg anlässlich der Freiwilligentage Lichtenberg im September 2019 der oskar freiwilligenagentur boten das alles. Mehr als 250 Besucher*innen zog es an diesem Samstag in den UNDINE-Garten, um in den bunten Angeboten von mehr als 25 Lichtenberger Familien zu stöbern. Für die jüngeren Besucher boten der Garten und das Spielzimmer interessante Abwechslung und ein nachbarschaftliches Kuchenbuffet sorgte für kulinarisches Entertainment.
Berlin, im September 2019


Was braucht freiwilliges Engagement in Lichtenberg? – Stadtteildialoge Lichtenberg Nord mit der oskar freiwilligenagentur
Im Rahmen der Stadtteildialoge Lichtenberg Nord trafen sich am Mittwoch, den 20. März 2019 im Kieztreff UNDINE ehrenamtlich Engagierte und an Ehrenamt interessierte Lichtenberger*innen. Gemeinsam mit den Mitarbeiter*innen der oskar freiwilligenagentur, dem Bezirksbürgermeister Michael Grunst und vielen Gästen diskutierten wir über gute Bedingungen für freiwilliges Engagement. In einem World Café gingen wir folgenden Fragestellungen im direkten Austausch auf den Grund: Sie engagieren sich bereits, wünschen sich aber bessere Bedingungen für Ihre freiwillige Arbeit – welche wären das? Sie haben Ideen, wie sich ehrenamtliches Engagement im Bezirk befördern lässt? Sie möchten freiwillig aktiv sein und wissen nicht genau, wie Sie das angehen können? Anregungen, Gedanken und Ideen flossen in die Engagementstrategie des Bezirkes Lichtenberg ein.
Berlin, im März 2019


Frühlingserwachen – Populäre Melodien von Klassik bis heitere Muse
Unter dem Motto „Frühlingserwachen – Populäre Melodien von Klassik bis heitere Muse“ erlebten 500 begeisterte Besucher*innen am 02. März 2019 in der Max-Taut-Aula Berlin wiederum ein Konzert zugunsten unseres Vereins und seines Wohnprojektes UNDINE. UNDINE-Schirmherrin Dagmar Frederic, Ronny Heinrich und sein Orchester, der Tenor Edward Lee sowie Bert Beel entfachten ein Feuerwerk musikalischer Unterhaltung. Auch 50 Vertreter*innen des Landesverbandes SOZIALWERK des dfb aus Thüringen hatten sich auf den Weg nach Berlin gemacht, um das Konzert zu erleben.
Berlin, im März 2019



Seit 1993 sozial engagiert – das SOZIALWERK des dfb feiert 25-jähriges Jubiläum
Das Jahr 2018 stand ganz im Zeichen des 25. Jahrestages des SOZIALWERKES des dfb (Dachverband) e. V. Zahlreiche Höhepunkte im Laufe des Jahres waren diesem Jubiläum gewidmet. Den Auftakt machte unter dem Motto „Musikalischer Streifzug durch die Welt der leichten Muse“ das Jubiläumskonzert des Vereins und seines Wohnprojektes UNDINE. Zu den Mitwirkenden gehörten die Schirmherrin des Wohnprojektes UNDINE Dagmar Frederic, Ronny Heinrich und das Orchester Ronny Heinrich sowie Eric Fernell. Die Vorstandsvorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Landesverband Berlin würdigte die 25-jährige Tätigkeit des Vereins mit herzlichen Worten und wünschte Erfolg für Zukünftiges, denn „Menschen brauchen Menschen“. Der Rotary Club Berlin – Unter den Linden übergab unter großem Beifall des Publikums eine Spende für das Wohnprojekt und den Kinderclub „kids-OASE“.
Seit dem 15. August 2018 gedeiht ein Gingko-Baum im UNDINE-Garten. Er wurde auf einer festlichen Veranstaltung anlässlich des 25. Jahrestages gemeinsam mit dem Bezirksbürgermeister Michael Grunst und Dr. Gesine Lötzsch, MdB, gepflanzt. Michael Grunst würdigte in seiner Rede die Verdienste des SOZIALWERKES des dfb für das Gemeinwesen in Lichtenberg und betonte, dass „Vereine wie eurer auch künftig gebraucht werden, denn das soziale Klima wird rauer in dieser Stadt.“

Kieztreff UNDINE als Sozialer Treffpunkt durch das Bezirksamt gefördert
Seit Januar 2018 wird der Kieztreff UNDINE vom Bezirksamt Lichtenberg als Sozialer Treffpunkt gefördert und erweitert nun seine Angebote für die Nachbarschaft. Der Tag der offenen Tür am 7. April 2018, gemeinsam mit dem Frauentreff Alt-Lichtenberg im Garten der Hagenstraße 57 gestaltet, vermittelte einen guten, ersten Eindruck der Möglichkeiten. Am Vormittag wurde das neue Spielzimmer eingeweiht, gab es Führungen durchs Haus und eine Vernissage der Montagsmaler*innen, eine Bürger*innenbefragung und einen nachbarschaftlichen Flohmarkt für Kinderbekleidung und Spielzeug mit vielen neuen Mitmachangeboten für Kinder. Der Nachmittag stand dann im Zeichen der Bürgerbeteiligung. Die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin und Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Soziales, Wirtschaft und Arbeit, Birgit Monteiro (SPD) referierte und diskutierte mit den Besucher*innen über Möglichkeiten und Grenzen von Bürger*innenbeteiligung bei Bauvorhaben.