Aktuelles

Kieztreff UNDINE: Bürger*innendialoge zur Wahl – Wer will Was?

Um uns auf die Wahlen zum Abgeordnetenhaus und zur Bezirksverordnetenversammlung (BVV) vorzubereiten, starteten im Kieztreff UNDINE am Mittwoch, den 26.05.2021, unsere Bürger*innendialoge zur Wahl. In mehreren Veranstaltungen befassen sich interessierte Nachbar*innen mit den Wahlprogrammen der Parteien auf Landes- und Bezirksebene. Jede Veranstaltung hat einen anderen Fokus, z.B. Mieten und Bauen oder Bildung. Anders als in vielen Veranstaltungen zur Wahl, gestalten die Teilnehmenden die Abende selbst aktiv mit. Politische Akteur*innen sind auch dabei, stehen aber nicht im Vordergrund, sondern machen mit.

Das Thema der ersten Veranstaltung war „Mieten und Bauen“. Der UNDINE-Garten bot reichlich Platz, um sich in mehrere Gruppen zu teilen. Jeder Gruppe wurde eine Partei zugeordnet. Erst einmal ging es darum nur auf der Basis von Auszügen aus dem Wahlprogramm und Statements die Partei zu erraten. Anschließend begaben sich die einzelnen Gruppen ich in die Rolle von Parteimitgliedern und bereiteten sich vor, in einer Diskussionsrunde die gelesenen Positionen zu vertreten.

Im zweiten Teil präsentierte jede Gruppe ihre Inhalte den anderen Teilnehmenden. Die Sprecher*innen der Gruppe schlüpften in die Rolle von Politiker*innen. Nun konnten die Sprecher*innen der anderen Gruppe aus ihrer Rolle heraus auf Aussagen reagieren und eigene Positionen dagegensetzen. Das war immer dann besonders unterhaltsam, wenn anwesende Politiker*innen ausgerechnet die Position des politischen Gegners glaubwürdig zu vertreten hatten. So verging die Zeit, wie im Flug. Die aktive Beteiligung aller Teilnehmenden sorgte für einen lebendigen Dialog. Die kommunizierten Inhalte orientierten sich automatisch an die Interessen der Anwesenden.

Kieztreff UNDINE Bürgerinnendialoge

Der Besuch des Lichtenberger Bezirksstadtrates Kevin Hönicke (SPD) gab allen Anwesenden abschließend die Möglichkeit, Fragen zu Entwicklungen und Problemen im Bezirk an den verantwortlichen Vertreter des Bezirksamts zu richten.
Es gab ein positives Feedback für dieses Veranstaltungsformat und alle Teilnehmenden blieben bis zum Ende. Das war natürlich erfreulich für uns als Gastgeber*innen. Eine schöne Motivation, um den nächsten Dialog zum Thema Bildung am Mittwoch, dem 23. Juni, ab 18.30 Uhr im UNDINE-Garten vorzubereiten. Wenn Sie dabei sein möchten, melden Sie sich bitte telefonisch unter 577 99 4-11 oder per E-Mail unter kieztreff.undine@sozialwerk-dfb-berlin.de an

Berlin, im Mai 2021

Wir sind dabei! – Trägererklärung für Demokratie und Respekt

Wir haben die Erklärung Berliner Träger für ein demokratisches und respektvolles Miteinander und gegen rechte Hetze und Verschwörungserzählungen unterzeichnet. Die Erklärung entstand auf Initiative des Zentrums für Demokratie (ZvD). 89 Träger für Soziale Arbeit aus der gesamten Stadt gehören zu den Erstunterzeichner*innen.

Im Jahr 2021 stehen mit der Wahl des Abgeordnetenhauses, der Bezirksverordnetenversammlungen und der Bundestagswahl wichtige Ereignisse bevor. Ihre Ergebnisse werden Einfluss haben auf das respektvolle, demokratische und menschenrechtsorientierte Zusammenleben in Berlin.

Im Wahlkampf werden politische Positionen verstärkt und oft polarisierend ausgetragen. Der Wettstreit der Meinungen und Positionen findet aber nicht im luftleeren Raum statt. Eine demokratische Kultur setzt auch Grenzen. Und zwar da, wo Menschengruppen herabgewürdigt, Geschichte geleugnet, Verbrechen verharmlost oder andere diskriminiert werden.Mit Sorge beobachten wir, dass gerade in Wahlkampfzeiten die Würde und Gleichheit aller immer wieder missachtet wird: Rassistische und diskriminierende Klischees werden bedient, Hetze gegenüber ganzen Bevölkerungsgruppen verbreitet und u.a. das Recht auf Selbstbestimmung der sexuellen Identität oder Lebensweise in Abrede gestellt. Auch sexistische, frauenfeindliche und antifeministische Äußerungen sind alltäglich.

In der Berliner Alternative für Deutschland (AfD) bestimmen Vertreter*innen der extrem rechten Parteiströmung „Der Flügel“ den Kurs aktiv mit, auch wenn dieser offiziell als aufgelöst gilt. Gegen rechte Hetze und Verschwörungserzählungen. Durch rassistische und geschichtsrevisionistische vermeintliche „Tabubrüche“ finden so extrem rechte Positionen ihren Weg in öffentliche Debatten. Die Folge: Menschenverachtende Positionen werden immer offener vertreten – nicht nur von Parteienvertreter*innen.

Diese werden nicht nur von rechten Parteien bedient, aber von ihnen oft als primäre Kommunikationsstrategie und Stimmungsmache genutzt. Dieses Absprechen des Menschseins und des Anspruchs auf Gleichheit (GG Art. 3 (1)) ist mit unserer sozialen Arbeit nicht vereinbar.

2021 Ich bin dabei #berlinsolidarisch

Die Gefahr der sozialen Deklassierung als Folge der Coronakrise beschäftigt viele Menschen. Der drohende soziale Abstieg kann ein gefährlicher Nährboden für (antisemitische) Verschwörungserzählungen, (anti-asiatischem) Rassismus und Sozialchauvinismus sein. Nicht zuletzt mit unsere täglichen sozialen/bildungspolitischen Arbeit versuchen wir gesellschaftliche Widersprüche sowie Ausgrenzungsprozesse auszugleichen und zu bearbeiten.Wir wollen mit unserer Arbeit Solidarität sowie eine unteilbare menschliche Würde in breiten Bündnissen leben und aktiv in die Öffentlichkeit tragen. Wir verwehren uns dagegen, dass die Diskussionen um Hygienemaßnahmen und Kontaktbeschränkungen menschverachtend aufgeladen werden.

Die Würde aller Menschen muss, gerade in einer starken demokratischen Debattenkultur, immer geachtet werden und nicht dem Wettstreit der Meinungen oder dem Kampf um Wähler*innenstimmen zum Opfer fallen. Stark sind Positionen dann, wenn sie Menschenrechte nicht in Frage stellen.

Berlin, im April 2021

Lichtenfilm Nibelungenplatz
Lichtenfilm Spaziergang
Kieztreff UNDINE präsentiert: Lichtenfilm – eine Kiezdoku

Alteingesessene und zugezogene Lichtenberger*innen fanden in einer Filmwerkstatt des Kieztreffs UNDINE zusammen. Mit ihren Smartphones drehten sie einen Film, in dem sie zugleich die Hauptdarsteller*innen sind. Sie sprechen über sich selbst, ihren Stadtteil Alt-Lichtenberg, dessen Vergangenheit und Zukunft, zeigen in gemeinsamen Spaziergängen neuen Nachbar*innen interessante Gebäude, Plätze und Parks. So lernen wir Yara und Hazem aus Syrien kennen. Die beiden mussten viele Hindernisse und eine lange Trennung überwinden, um sich gemeinsam in Lichtenberg ein Leben aufbauen zu können. Sie schwärmen von der Ruhe im Kiez – im Gegensatz zur quirligen Mitte – und lauschen mit großem Interesse den Erzählungen der Alt-Lichtenberger*innen. Wir sehen großartige Bilder vom Innenleben des Hubertusbades und verstehen das Engagements des Vereins, dieses historische Stadtbad gegen alle Widerstände sanieren zu wollen. Ein Westberliner Historiker, der sich bei der Aufarbeitung der Geschichte der MfS-Zentrale engagiert, zeigt uns den Gebäudekomplex in der Normannenstraße als Architekturmuseum, als ein Areal, das man sanieren und entwickeln könnte. Ein 83-jähriger Wissenschaftler, der seit 50 Jahren hier wohnt, erzählt davon, wie die Anwohner*innen auf die Gestaltung des großen Spielplatzes Einfluss nahmen. Alle schätzen den Stadtteil, der das soziale Miteinander im Kiez erhalten konnte, viele Vereine und engagierte Leute im Kiez tragen dazu bei. Die Doku endet mit Gedanken zum Begriff Heimat: Vertrauen, Zuverlässigkeit, Familie, ein Ort, der durch hier lebende Menschen zur Heimat wird, eine lebendige Erinnerung an das erste Leben in der DDR und Freude und Stolz über das, was in den letzten Jahren gemeinsam gestaltet werden konnte. Begleitet wurde das Projekt von kameradisten.org. Es wurde gefördert durch den Aktionsfonds 2020 – Partnerschaften für Demokratie Lichtenberg unter https://lichtenfilm.de/ ist der Film im Netz abrufbar.

SOW Staffelstabübergabe
SOW Vorstandswechsel
Feierliche Übergabe an den neuen Vorstand unseres Vereins

Die Übertragung aller Ämter an den im Juni gewählten Vorstand, in Form eines symbolischen Staffelstabs, übergeben von Regina Penske an Annegret Gabelin, konnte im August gefeiert werden. Unter Beachtung aller Auflagen zur Eindämmung des Corona-Virus versammelten sich langjährige Arbeitspartner*innen aus dem Sozialwesen, der Politik und der lokalen Wirtschaft, um diesen bedeutenden Moment mit uns zu teilen. Die Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin, Frau Prof. Dr. Barbara John, eröffnete den Reigen kurzer Grußworte. Sie ließ uns teilhaben an ihren Eindrücken und Erfahrungen aus der langjährigen Zusammenarbeit mit dem Verein und würdigte das 27-jährige Engagement von Regina Penske. Außerdem sprachen u. a. unser Ehrenmitglied Gisela Steineckert, Bezirksbürgermeister Michael Grunst und die frühere Vereinsvorsitzende Dr. Barbara Höll. Peter Müller, Aufsichtsratsvorsitzender der WBG VORWÄRTS eG, überreichte eine großzügige Spende. Auch die neue Geschäftsführerin des Vereins, Anett Vietzke, vielen als Leiterin des Kieztreffs UNDINE bekannt, wurde vorgestellt. In anschließenden Gesprächen mit unseren Gästen brachten viele ihre Dankbarkeit für die gute Zusammenarbeit zum Ausdruck und bekundeten ihre Bereitschaft, mit dem neuen Vorstand und der Geschäftsführerin daran anzuknüpfen. Frisch Gegrilltes, kühle Getränke und funkige Klänge der Band „The Time Keepers“ sorgten für eine angenehme Stimmung.

Rotary Club Berlin Unter den Linden
Rotary Club Kinderclub kids OASE
Rotary Club Berlin-Unter den Linden unterstützt das Wohnprojekt UNDINE

Dank einer Spende des Rotary Clubs Berlin-Unter den Linden konnte das Wohnprojekt UNDINE einen neuen Transporter anschaffen. Der Bus ermöglicht die Abholung und den Transport umfangreicher Möbelspenden für von Wohnungslosigkeit und Obdachlosigkeit betroffene Menschen. Seit 2014 engagierte sich der Rotary Club Berlin-Unter den Linden für das Wohnprojekt. In den vergangenen sechs Jahren ist eine intensive Verbindung entstanden, gewachsen durch regelmäßigen Austausch über die Entwicklung des Projektes, Begegnungen bei zahlreichen festlichen Anlässen wie den Benefizkonzerten des SOZIALWERKes des dfb oder durch Besuche im Objekt Hagenstraße 57, zuletzt im Sommer 2020 gemeinsam mit der Schirmherrin Dagmar Frederic. In diesem Zusammenhang entstand auch das Foto und der Kinderclub “kids-OASE” wurde mit einer Spende bedacht. Wir danken den großzügigen Spender*innen herzlich.

Flyer_Lichtenberger-Corona-Nachbarschaftshilfe
Corona-Nachbarschaftshilfe in Lichtenberg auch mit uns

Die Corona-Pandemie stellt die Gemeinwesenarbeit im Bezirk Lichtenberg vor große Herausforderungen. Von einem Tag auf den anderen schlossen die Einrichtungen der Nachbarschaftsarbeit im März 2020. Beratungsangebote für Familien, Senior*innen und besonders bedürftige Menschen konnten plötzlich nicht mehr wie gewohnt stattfinden. Interessensgruppen und Workshops mussten neu gedacht werden. Die lokalen Akteur*innen der Stadtteilarbeit in Kooperation mit der OE Sozialraumorientierte Planungskoordination des Bezirksamtes Lichtenberg und der oskar freiwilligenagentur zögerten nicht. Nach einem Workshop am 18. März wurde innerhalb kurzer Zeit eine Datenbank entwickelt und ein Hilfsnetzwerk geplant. Ziel war es hilfsbedürftige und hilfsbereite Nachbar*innen sicher und möglichst barrierefrei miteinander in Kontakt zu bringen. Eine Hotline des Bezirksamtes bot den Zugang für weniger digital affine Bürger*innen. Alle anderen konnten Bedarfe, aber auch Hilfsangebote direkt in die Datenbank eintragen. Die oskar freiwilligenagentur übernahm dann die Vermittlung. Wie viele andere lokale Akteur*innen beteiligte sich der Kieztreff UNDINE an der Entwicklung, unterstützte Öffentlichkeitsarbeit und Werbung und leistete Dienst in der Hotline. So gelang es, ältere, behinderte, an COVID-19 erkrankte oder andere bedürftige Bürger*innen mit dem Notwendigsten zu versorgen – Nahrungsmittel, Masken, Gespräche. Viele Konzepte zur Digitalisierung in der Stadtteilarbeit wurden seit März innerhalb kürzester Zeit Realität. Im Kiezteff UNDINE entwickelten sich, neben der Corona-Nachbarschaftshilfe, der Fotoworkshop mit der Kulturpädagogin und Fotografin Diana Juneck online weiter wie auch zahlreiche Beratungsangebote.

Flohmarkt Kieztreff UNDINE 2019
Kinderschminken Kieztreff UNDINE 2019
Die Freiwilligentage Lichtenberg 2019 – Wir machen mit!

Einen Flohmarkt für Baby- und Kinderbekleidung auf die Beine stellen, nette Nachbar*innen kennenlernen und mehr über die Möglichkeiten für freiwilliges Engagment in den vielfältigen Einrichtungen der Stadtteilarbeit erfahren – die Aktionen des Kieztreffs UNDINE und des Frauentreffs Alt-Lichtenberg anlässlich der Freiwilligentage Lichtenberg im September 2019 der oskar freiwilligenagentur boten das alles. Mehr als 250 Besucher*innen zog es an diesem Samstag in den UNDINE-Garten, um in den bunten Angeboten von mehr als 25 Lichtenberger Familien zu stöbern. Für die jüngeren Besucher boten der Garten und das Spielzimmer interessante Abwechslung und ein nachbarschaftliches Kuchenbuffet sorgte für kulinarisches Entertainment.

Stadtteildialoge Lichtenberg Kieztreff UNDINE Worldcafe 2019
Stadtteildialoge Lichtenberg Kieztreff UNDINE 2019
Was braucht freiwilliges Engagement in Lichtenberg? – Stadtteildialoge Lichtenberg Nord mit der oskar freiwilligenagentur

Im Rahmen der Stadtteildialoge Lichtenberg Nord trafen sich am Mittwoch, den 20. März 2019 im Kieztreff UNDINE ehrenamtlich Engagierte und an Ehrenamt interessierte Lichtenberger*innen. Gemeinsam mit den Mitarbeiter*innen der oskar freiwilligenagentur, dem Bezirksbürgermeister Michael Grunst und vielen Gästen diskutierten wir über gute Bedingungen für freiwilliges Engagement. In einem World Café gingen wir folgenden Fragestellungen im direkten Austausch auf den Grund: Sie engagieren sich bereits, wünschen sich aber bessere Bedingungen für Ihre freiwillige Arbeit – welche wären das? Sie haben Ideen, wie sich ehrenamtliches Engagement im Bezirk befördern lässt? Sie möchten freiwillig aktiv sein und wissen nicht genau, wie Sie das angehen können? Anregungen, Gedanken und Ideen flossen in die Engagementstrategie des Bezirkes Lichtenberg ein.

Konzert SOZIALWERK des dfb Spende 2019
Konzert SOZIALWERK des dfb Frederic Heinrich 2019
„Frühlingserwachen – Populäre Melodien von Klassik bis heitere Muse“

Unter dem Motto „Frühlingserwachen – Populäre Melodien von Klassik bis heitere Muse“ erlebten 500 begeisterte Besucher*innen am 02. März 2019 in der Max-Taut-Aula Berlin wiederum ein Konzert zugunsten unseres Vereins und seines Wohnprojektes UNDINE. UNDINE-Schirmherrin Dagmar Frederic, Ronny Heinrich und sein Orchester, der Tenor Edward Lee sowie Bert Beel entfachten ein Feuerwerk musikalischer Unterhaltung. Auch 50 Vertreter*innen des Landesverbandes SOZIALWERK des dfb aus Thüringen hatten sich auf den Weg nach Berlin gemacht, um das Konzert zu erleben.